25 Jahre Frauennachttaxi

Das Frauenachttaxi, das im Jahr 2000 mit einigen Schwierigkeiten gestartet wurde, ist heute ein sehr geschätzter Dienst, der die Sicherheit von Frauen fördert und den Nutzerinnen eine Erstattung von 10 Euro pro Fahrt garantiert.

Veröffentlichungsdatum:

02.12.2025

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Das Frauenachttaxi, das im Jahr 2000 mit einigen Schwierigkeiten gestartet wurde, ist heute ein sehr geschätzter Dienst, der die Sicherheit von Frauen fördert und den Nutzerinnen eine Erstattung von 10 Euro pro Fahrt garantiert.

GruppenfotoIn der ersten Reihe, von links: Vanda Carbone, Katharina Zeller, Antonella Costanzo, Sabine Raffeiner, Gertraud Götsch und Peppi Tischler. In der zweiten Reihe, ebenso von links: Heidi Siebenförcher, Eva Maria Baur, Anton Schrötter, Claudia Tomio und Sarah Freimuth.Mehr Sicherheit und Bewegungsfreiheit für Frauen (ab 16 Jahren) in der Zeit zwischen 20:30 und 6 Uhr. Dies war das Ziel, das vor 25 Jahren zur Einrichtung des Dienstes „Frauennachttaxi" inspirierte, dem ersten seiner Art in der gesamten Region. Die von der Meraner Gemeindeverwaltung auf Vorschlag des Gleichstellungsbeirats gestartete Initiative stieß zunächst auf einige Schwierigkeiten. Es waren die damaligen Stadträtinnen für Frauenpolitik, Gertraud Götsch und Vanda Carbone mit der zuständigen Beamtin Eva Maria Baur, die sich dafür einsetzten, zunächst die Taxifahrer und dann die Gemeinden des Bezirks davon zu überzeugen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Die Gemeinde Algund (mit dem damaligen Bürgermeister Anton Schrötter und der damaligen Vizebürgermeisterin Martina Ladurner) sicherte ihre Teilnahme von Anfang an zu, nach und nach schlossen sich auch die Gemeinden Lana, Kuens, Marling, Riffian, Tirol, Tscherms und Schenna an. Die Graphik für den ersten Werbefolder wurde kostenlos von Peppi Tischler angefertigt.

„Das Projekt Frauennachttaxi ist ein konkretes Beispiel dafür, wie unsere Stadt eine Vorreiterrolle bei der Gewährleistung von Sicherheit und Bewegungsfreiheit für unsere Mitbürgerinnen einnimmt. Diese Initiative, die wir mit Überzeugung wieder aufleben lassen, entspringt einer weitsichtigen Vision und einem kontinuierlichen Engagement für Rechte und Chancengleichheit. Ich möchte allen Gleichstellungsbeauftragten, die vor mir im Amt waren, meinen herzlichen Dank aussprechen: Dank ihrer Arbeit, ihrer Entschlossenheit und ihrer Fähigkeit, an dieses Projekt zu glauben, konnten wir im Laufe der Zeit einen Dienst aufbauen, der Frauen schützt und eine integrativere Stadt fördert, die auf die Bedürfnisse aller achtet. Heute schreiben wir gemeinsam weiter an einer wichtigen Seite der sozialen Innovation und des Respekts, denn Sicherheit ist kein Privileg, sondern ein Recht", bekräftigt Bürgermeisterin Katharina Zeller.

Das Projekt Frauennachttaxi wurde vom Büro für Chancengleichheit der Gemeinde Meran im Laufe der Jahre weiterentwickelt und verbessert. Mit 1. Jänner 2021 wurde das Verfahren zur Erstattung der Fahrten digitalisiert und damit vereinfacht: Die Taxifahrer sind nun mit einer App ausgestattet, mit der sie die Fahrgäste anhand ihrer Steuernummer registrieren und diese zusammen mit allen anderen Daten (Betrag, Dauer und Strecke der Fahrt sowie digitale Unterschrift des Fahrgastes) an die zuständige Gemeindeverwaltung übermitteln können. Seit dem 1. Januar 2024 wurde der von der Gemeinde garantierte Erstattungsanteil pro Fahrt für Berechtigte von 5,50 Euro auf 10 Euro fast verdoppelt. Das Angebot fand immer mehr Anklang, sodass es schließlich auch auf andere Personengruppen ausgeweitet wurde. Seit einigen Jahren wird der Taxi-Service auch Senior*innen über 70 Jahren und Menschen mit Behinderungen angeboten.

Im Jahr 2024 wurden mit den drei oben genannten Taxidiensten der Gemeinde insgesamt 12.476 Fahrten durchgeführt (davon 3.556 mit dem Frauennachtaxi). Vom 1. Januar bis Ende September dieses Jahres wurden insgesamt 9.909 Fahrten registriert (3.060 mit dem Frauennachttaxi). Allerdings beantragen die Fahrgäste nicht immer die ihnen zustehende Erstattung. Der Anteil der Erstattungen liegt zwischen 50 und 60 Prozent.

So funktioniert's

Die Taxifahrer*innen registrieren mit der App die Fahrgäste und senden die Daten direkt an die zuständige Gemeinde. Dort wird der Betrag von 10 € pro Fahrt den Nutzer*innen nach Vorlage eines Personalausweises und der Gesundheitskarte vom zuständigen Personal ausbezahlt. Eine Vorlage von Gutscheinen oder Quittungen in Papierform ist nicht erforderlich. Die Auszahlung in der Gemeinde Meran erfolgt im Bürger*innenamt (Zimmer A1 im Erdgeschoss des Rathauses).

Frauennachttaxi

Frauen ab 16 Jahren können den Dienst des Frauennachttaxi täglich für Fahrten zwischen 20:30 Uhr und 6 Uhr nutzen. Die Fahrtkostenrückerstattung von 10 € pro Fahrt kann 52 Mal im Jahr in Anspruch genommen werden. Das Frauennachttaxi kann von bis zu vier Frauen gleichzeitig genutzt werden, die Rückerstattung von 10 € pro Fahrt bekommt aber nur eine dieser Frauen erstattet.

Taxi für Senior*innen

Bei einer Fahrt mit dem Taxi für Senior*innen können Personen ab 70 Jahren eine Fahrtkostenrückerstattung von 10 € für bis zu 52 Fahrten im Jahr in Anspruch nehmen. Der Taxidienst kann jeden Tag rund um die Uhr genutzt werden.

Taxi für Menschen mit Beeinträchtigung

Menschen mit einer Invalidität von mindestens 74 % können diesen Taxidienst bis zu 52 mal im Jahr für eine Fahrtkostenrückerstattung von 10 € pro Fahrt in Anspruch nehmen. Der Taxidienst für Menschen mit Beeinträchtigung kann jeden Tag rund um die Uhr - alleine oder mit einer Begleitperson - genutzt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 07.01.2026, 14:13 Uhr

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