Gestern Vormittag (16. September) hat Ingenieur Stefano Ciurnelli, als Mobilitätsexperte, der den Nachhaltigen städtischen Mobilitätsplan (NSMP) ausgearbeitet hat, im Gemeindeausschuss die nächsten Schritte zur Umsetzung des Mobilitätskonzepts ausgeführt. Das Treffen bot Gelegenheit, die Maßnahmen zu erörtern, die zur Optimierung des Verkehrsmanagements nach der Eröffnung des Küchelbergtunnels umgesetzt werden sollen.
Mobilitätsreferentin Barbara Hölzl (links im Bild) und Bürgermeisterin Katharina Zeller.Seit vier Jahren wird intensiv am Bau des zweiten Abschnitts der Nordwestumfahrung von Meran gearbeitet. In Erwartung der Eröffnung des 2,2 Kilometer langen neuen Tunnels und der Tiefgarage – die Techniker gehen davon aus, dass die neue Verkehrsader bis Ende 2026 in Betrieb genommen werden kann – prüft die Meraner Stadtverwaltung derzeit die Maßnahmen, die im Nachhaltigen städtischen Mobilitätsplan vorgesehen sind, um die nach der Inbetriebnahme des Küchelbergtunnels entstehenden Verkehrsflüsse effizient zu bewältigen.
„Zusammen mit Ingenieur Stefano Ciurnelli haben wir gestern die nächsten Schritte besprochen, die wir unternehmen müssen, um die Herausforderung der Eröffnung des zweiten Abschnitts der Nordwestumfahrung bestmöglich zu bewältigen“, erklärten Bürgermeisterin Katharina Zeller und Mobilitätsreferentin Barbara Hölzl. Es gibt bestimmte Bereiche, auf die wir uns konzentrieren müssen: Der erste betrifft die Neuorganisation des öffentlichen Nahverkehrssystems, ein Ziel, das wir besser erreichen können, sobald das neue Busterminal in der Piavestraße und das Mobilitätszentrum in Betrieb sind. Außerdem wird es unerlässlich sein, die Verkehrsflüsse neu zu organisieren und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Stadtzentrum und Obermais vom Verkehr und die Stadt vom Schwerverkehr befreit werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Umsetzung eines ITS-Systems (Intelligent Transport System) in Zusammenarbeit mit der Provinz von grundlegender Bedeutung sein. Dieses soll Fahrzeuge, Straßeninfrastrukturen und Kontrollstellen integrieren, um das Management, die Sicherheit und die Nachhaltigkeit der Mobilität zu garantieren".
Die im Mobilitätsplan vorgesehenen Maßnahmen im Bereich der Sicherheit für Füßgänger*innen und Fahrradfahrer*innen müssen ebenfalls mit Priorität umgesetzt werden. Ingenieur Ciurnelli hat diesbezüglich auf die Notwendigkeit der Umgestaltung der Postgranzstraße verwiesen, welche laut Detailverkehrsplan für das Viertel Maria Himmelfahrt umgestaltet werden soll. Die Einführung einer verkehrsberuhigten Zone im Rennweg und in der unteren Freiheitsstraße setzt laut Ciurnelli die Errichtung neuer Infrastrukturen, wie des neuen Busterminals in der Piavestraße und der Infrastrukturen, welche in Zusammenhang mit dem Mobilitätszentrum geplant sind, voraus. Langfristig muss in diesem Zusammenhang auch der Meraner Wochenmarkt neu gedacht werden: Wir müssen bessere Lösungen finden, natürlich unter direkter Einbeziehung der Wanderhändler*innen“, so Zeller und Hölzl.
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