Initiativen gegen Gewalt an Frauen

Auch in diesem Jahr organisiert das Amt für Chancengleichheit der Gemeinde Meran gemeinsam mit dem seit 2012 bestehenden Netzwerk gegen Gewalt anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen (25. November) verschiedene Veranstaltungen, um die Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. 

Veröffentlichungsdatum:

12.11.2025

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3 Minuten

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Auch in diesem Jahr organisiert das Amt für Chancengleichheit der Gemeinde Meran gemeinsam mit dem seit 2012 bestehenden Netzwerk gegen Gewalt anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen (25. November) verschiedene Veranstaltungen, um die Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. 

GruppenfotoVon links: Stadträtin Antonella Costanzo, Bürgermeisterin Katharina Zeller, Netzwerk-Koordinatorin Sigrid Pisanu, Sarah Freimuth vom Kulturamt und Büro für Chancengleichheit und Kulturabteilungsleiterin Sabine Raffeiner.Die geplanten Initiativen wurden heute Vormittag (12. November) im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus vorgestellt – mit dabei waren die Bürgermeisterin Katharina Zeller, die Stadträtin Antonella Costanzo, die Direktorin der Abteilung Kultur, Sabine Raffeiner, Sarah Freimuth vom Kulturamt und Büro für Chancengleichheit der Gemeinde Meran sowie Sigrid Pisanu, Moderatorin des Netzwerks gegen Gewalt.

Seit 2012 trifft sich das Netzwerk gegen Gewalt an Frauen – Stadt Meran monatlich, um seine Aktivitäten zu koordinieren und gemeinsame Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Männer-Gewalt gegen Frauen auf Gemeindeebene zu fördern. Im Laufe der Jahre hat das Netzwerk zahlreiche Sensibilisierungsaktionen, Monitoring-Projekte und Fortbildungsangebote ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren vor Ort zu stärken und die Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen zu verbessern. Koordiniert wird das Netzwerk vom Referat für Chancengleichheit der Gemeinde Meran. Es vereint Institutionen, Einrichtungen und Organisationen des dritten Sektors und schafft ein integriertes und leicht zugängliches Unterstützungssystem für Frauen in Gewaltsituationen. Zu den Hauptaktivitäten des Netzwerks zählen:

  • Sensibilisierungsmaßnahmen für die Bevölkerung
  • Gemeinsame Planung spezifischer und komplexer Interventionen
  • Analyse und Austausch bewährter Praktiken
  • Organisation von Kursen und Fortbildungsveranstaltungen

„Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit des Netzwerks“, erklärte Sigrid Pisanu, „betrifft die Überwachung der in Meran registrierten Fälle von Gewalt. Im Dezember 2024 wurde die Analyse der im Fünfjahreszeitraum 2018–2022 gesammelten Daten vorgestellt, die einen wertvollen Überblick über die Entwicklung des Phänomens auf lokaler Ebene bietet. Im Laufe des Jahres 2024 haben die beteiligten Dienste außerdem 211 Überwachungsbögen ausgefüllt – die derzeit ausgewertet werden – was auf einen Anstieg der Hilfsgesuche hindeutet. Aus den bereits verfügbaren Analysen, sowohl auf lokaler Ebene als auch in den Erhebungen von Istat und Astat, geht ein konstantes Element klar hervor: Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner ist am häufigsten und betrifft etwa 80 % der Fälle. Dieser Prozentsatz steigt um 10 Punkte, wenn man auch Fälle von Gewalt innerhalb der Familie berücksichtigt."

Veranstaltungsprogramm

Dienstag, 25. November, 17 Uhr – Fackelzug durch die Innenstadt, um ein Zeichen gegen männliche Gewalt an Frauen zu setzen. Startpunkt ist der Sandplatz, Ziel ist die Landesfürstliche Burg, wo eine musikalische Darbietung der Musikschule Vivaldi und der Musikschule Meran-Passeier stattfindet. Organisation: Netzwerk gegen Gewalt mit Beteiligung der Musikschule Vivaldi und der Musikschule Meran-Passeier

Dienstag, 25. November, 20 Uhr, Frauenmuseum, Meinhardstraße 2 – Buchvorstellung „Jenseits der Tränen“ von Erika Pattis, die einfühlsam von Annes Kampf gegen Einsamkeit und Verzweiflung und ihrem Weg daraus erzählt. Moderation: Julia Ganterer. Veranstaltung in deutscher Sprache. Organisation: Frauenmuseum, www.museia.it

Dienstag, 25. November, 20:30 Uhr, Stadttheater, Theaterplatz 1 – Theaterstück „Doppio taglio“, das die mediale Darstellung von Gewalt gegen Frauen thematisiert. Aufführung von Cristina Gamberi und Marina Senesi, Regie: Lucia Vasini. Veranstaltung in italienischer Sprache. Platzreservierung über www.ticket.it. Organisation: Passirio Club Meran, www.passirio.it

Dienstag, 25. November, 20:30 Uhr, Kulturzentrum, Cavourstraße 1 - Vorführung des Kurzfilms "The Lamb, Drowning". Eine zeitgenössische Interpretation der Hexenprozesse. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine junge Frau, die zu Unrecht der Hexerei beschuldigt wird. Der Film ist in englischer Originalsprache mit deutschen und italienischen Untertiteln. Organisation: Soroptimist International Club Merania.

Donnerstag, 4. Dezember, 18 Uhr, Stadtbibliothek, Rennweg 1 – Vorstellung des Podcasts „Ci vogliamo vive. Prevenire i femminicidi“ mit Anita Rossi und Christine Clignon. Der Podcast wurde mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen und mit Frauen, die die Gewaltsituation überlebt haben, realisiert. Veranstaltung in italienischer Sprache. Organisation: Dienststelle Frauen gegen Gewalt Meran, mit Unterstützung der Stadtbibliothek und des Sozialsprengels Meran.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Bei jedem Termin ist das Netzwerk gegen Gewalt mit Informationsmaterial vor Ort.

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Zuletzt aktualisiert: 09.12.2025, 14:48 Uhr

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