7.000 Gebäude, 28.000 Wohn- oder Geschäftseinheiten und 50 km Grabungen – dies die beeindruckenden Zahlen des Breitbandausbaus in der Stadtgemeinde Meran, die kürzlich bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Chance auf kostenlosen Glasfaseranschluss jetzt nutzen.
V.l.n.r.: Projektleiter Philipp Weger und Andreas Ladurner, Infranet-Generaldirektor Florian Fiegl, die Stadträte Christoph Mitterhofer und Stefan Frötscher und Amtsdirektor Nikolaus Mittermair.Von zuhause arbeiten, auf Streamingdienste zugreifen, über Internet telefonieren, die Wohnung oder das Haus organisieren und überwachen sowie viele weitere Dinge für das tägliche Leben hängen mit der Digitalisierung zusammen. Grundvoraussetzung dafür ist die nötige Infrastruktur, sprich die konkrete Netzverbindung und ein hochleistungsfähiger Datentransport über das megaschnelle Glasfasernetz der Infranet AG. Stadtgemeinde Meran und Infranet arbeiten in enger Zusammenarbeit an der Realisierung dieses Glasfasernetzes auf Gemeindegebiet. Aktuell sind 1.000 Gebäude angeschlossen.
„Die Versorgung mit Glasfaser ist für die Zukunft entscheidend“, betonte der zuständige Stadtrat für den Breitbandausbau in der Stadtgemeinde Meran, Christoph Mitterhofer, welcher die Arbeiten mit dem Stadtrat für öffentliche Bauten, Stefan Frötscher, eng koordiniert. Bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag gingen sie, gemeinsam mit den Verantwortlichen der Infranet AG, auf den aktuellen Stand ein. Amtsdirektor Nikolaus Mittermair, zuständig für Straßen, Infrastrukturen und Geologie in der Gemeindeverwaltung von Meran, erklärte, dass alle Infrastrukturarbeiten mit den weiteren Infrastrukturbetreibern wie etwa den Stadtwerken abgestimmt werden, um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten: So werden die Arbeiten bei der Sanierung von Straßen wie in den Lauben oder für die Realisierung der öffentlichen Beleuchtung zusammengelgt.
Technisch realisiert wird ein hochwertiges Punkt-zu-Punkt-Glasfasernetz mit positiven Auswirkungen auf das Stadtbild, da sichtbare Straßenverteiler entfallen. Dabei wird auch auf die zukünftigen Bedürfnisse der Stadt und eine hochqualitative Umsetzung der Verlegungsarbeiten Wert gelegt. Die Glasfaserkabel führen von den drei Anschlusszentralen (PoP – Point of Presence) direkt zu den Glasfaser-Dosen in den Haushalten, ohne Bandbreiten mit anderen Endnutzern zu teilen: dies führt zu einer qualitätsvollen, ultraschnellen Datenverbindung.
Flächendeckende Versorgung als Ziel
Die Projektleiter Andreas Ladurner und Philipp Weger berichteten über die acht Baulose und den Stand der Dinge. So sind die Arbeiten im ersten Baulos Obermais komplett abgeschlossen. In den zwei Baulosen im Zentrum laufen die Arbeiten bzw. starten in Kürze. In Untermais starten die Arbeiten im November. Insgesamt wurden zum aktuellen Stand 1.000 Gebäude (von rund 7.000) angeschlossen.
Die Rahmenbedingungen für den Ausbau des Breitbandnetzes und die Versorgung der Haushalte sind von EU (Digital Compass 2030) und Staat (Italia 1 Giga 30.06.2026) vorgegeben und werden in Südtirol über die Infranet AG vorangebracht. „Sie ist eine Gesellschaft des privaten Rechts im Eigentum des Landes – und entspricht in diesem Sinne den Prinzipien der Wettbewerbsfähigkeit des freien Marktes und agiert ganz im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher“, so Infranet-Generaldirektor Florian Fiegl. Ziel ist es, jedem Haushalt in Südtirol die Möglichkeit zu bieten, sich an ein ultraschnelles Breitbandnetz mit 300 Megabit in Upload und einem Gigabit in Download anzuschließen. Dies sind die Grundlagen für ein modernes, digitales Arbeiten und Leben.
Interessensbekundung für Anschluss abgeben
Alle Beteiligten betonten, dass die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Geschäfte jetzt die Chance nutzen sollten, um einen kostenlosen Anschluss mit dem hochwertigen Glasfasernetz der Infranet zu erhalten. Dafür ist es wichtig, rechtzeitig die Interessensbekundung abzugeben. Dies erfolgt über die Webseite der Infranet www.infranet.bz.it, indem auf Meran und das jeweilige Baulos geklickt wird – darin sind alle Anschriften aufgelistet, die aktuell im Rahmen des Ausbauprojektes erschließbar sind. Abgegeben werden kann diese gleichermaßen von Gebäudeeigentümer:innen, Miteigentümer:innen in Kondominien, Kondominiumsverwalter:innen und auch von Mieter:innen.
Öffenticher Infoabend am 15. Oktober
Zudem werden die Bürgerinnen und Bürger jeweils über einen eigenen Bürgerbrief direkt sowie über die Medien laufend informiert. Für das Baulos Untermais findet am Mittwoch, 15. Oktober um 18.30 Uhr ein Bürger:innen-Informationsabend im Kulturzentrum KiMM statt, zu dem alle Betroffenen herzlich eingeladen sind.
Breitbandausbau im Sinne der EU-Richtlinien
Die Prinzipien, nach denen Infranet arbeitet, sind bestimmt von Effizienz und Effektivität. Die Anbindungen werden als Punkt-zu-Punkt-Anbindungen verwirklicht, um immer die höchste Datenleistung zu garantieren. Der Breitbandausbau erfolgt mustergültig im Sinne der Empfehlung 2024/539 der EU-Kommission (Gigabit-Infrastructure-Act) sowie der EU Richtlinien 2014/61 betreffen die Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die elektronische Kommunikation. Es ist erklärtes Ziel der Infranet, die Auswahl der Provider (Netzanbieter) für die Bürgerinnen und Bürger nach Möglichkeiten auszubauen.
Jede und jeder kann unter www.infranet.bz.it den aktuellen Status und die Verfügbarkeit für das megaschnelle Breitbandnetz prüfen.